Gotha

Der Vorsitzende vom NPD-Kreisverband Gotha ist Sebastian Reiche. Von dem Verband wird die Lokalzeitung »Der Rennsteig Bote« veröffentlicht, die Neonazi-Szene tritt in der Stadt auch als »Nationaler Widerstand Gotha« in Erscheinung.
Regelmäßig fand in den letzten Jahren in Friedrichroda (Landkreis Gotha) ein Fackelmarsch zum »Heldengedenken« im November statt, an dem NPD und »Kameradschaften« gemeinsam teilnahmen.
Zuletzt fand außerdem ein spontaner Aufmarsch der Neonazi-Szene am 1. Mai 2010 durch Gotha statt. Im November 2008 wurde der Jüdische Friedhof in Gotha von Neonazis geschändet, ein Schweinskopf und ein Plakat mit volksverhetzenden Inhalten wurden am Eingangstor angebracht.
In Gotha hat es 2009 nach Angaben des Thüringer Innenministeriums 74 rechtsextreme Straftaten gegeben, davon 53 mal Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, 8 mal Volksverhetzung, 3 mal schwere Körperverletzung und 3 mal Sachbeschädigung.
Mit der Band »SKD« stammt eine international auftretende Neonazi-Band aus Gotha. Ein Album der antisemitischen Band wurde 2008 wegen Verharmlosung des Nationalsozialismus von der »Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften« indiziert.

Redaktionskollektiv »NIP-Thüringen«, 09. Juli 2010